Die magische Geschichte (Teil 2)

Veröffentlicht am 5. Januar 2010

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Die magische Geschichte (TEIL 2)

In alledem, was ich von meinen Erfahrungen über und mit dem einen großen Geheimnis des Erfolges in allen weltlichen Unternehmungen gelernt habe, scheint es mir weise, jetzt, wo die Zahl meiner Tage nahezu gezählt ist, den Generationen, die mir folgen werden, das Wissen zu geben, dass ich besitze. Ich entschuldige mich nicht für den Mangel an Ausdruck, noch den Mangel an literarischen Fähigkeiten.

Dinge, weit schwerer als dieser Stift, waren mein Teil und mehr als das, das Gewicht der Jahre lähmte Teile meiner Hand und auch meines Geistes. Nichtsdestotrotz, kann ich die Fakten schildern und dass, was ich als Fruchtfleisch in der Schale erachte.

Welch Unterschied macht es, wie die Schale gebrochen wird, solang man das Fleisch erreicht und es sinnvoll gebraucht? Ich zweifle nicht, dass ich in meiner Erzählung Ausdrucksweisen benutzen werde, die seit meiner Kindheit in meinen Ohren klingen. Wenn ein Mensch die Zahl meiner Jahre erreicht, ist die Wahrnehmung der Geschehnisse der Jugend klarer, als die Geschehnisse der heutigen Zeit.

Auch macht es keinen Unterschied, wie ein Gedanke ausgedrückt wird, wenn er gesund und hilfreich ist und verstanden werden kann. Viel habe ich meinen Geist mit der Frage beschäftigt, wie das Rezept für Erfolg, das ich entdeckt habe, am besten zu beschreiben sei und es scheint ratsam, es so wiederzugeben, wie es zu mir kam.

Das heißt, ich werde zu der Geschichte meines Lebens anknüpfen, die Richtungen um die Substanz zusammenzutragen und die Würze des Erreichten wird so wiedergegeben, wie es geschah. Möge es so sein und mögen Menschen geboren werden, Generationen nachdem ich Staub bin, die mir dankbar sein werden, für die Worte, die ich schreiben werde.

Mein Vater war ein Seemann, der früh im Leben seine Berufung aufgab und auf einer Plantage in Virginia siedelte, wo ich einige Jahre später geboren wurde, was stattfand im Jahre 1642 und das ist nun mehr als EINHUNDERT Jahre her.
Besser für meinen Vater wäre es gewesen, hätte er auf den weisen Rat meiner Mutter gehört, seinen Weg weiter zu gehen, aber er wollte es nicht und sein gutes Schiff wurde eingetauscht für das Land von dem ich sprach.

Hier beginnt die erste Lektion:

DER MENSCH SOLLTE NICHT BLIND WERDEN WEGEN WELCHES VORTEILES, DER IN EINER MÖGLICHKEIT LIEGEN MAG, DIE SICH IHM BIETET, SONDERN SICH DARAN ERINNERN, DASS TAUSEND VERSPRECHEN FÜR DIE ZUKUNFT NICHTS WIEGEN GEGEN DEN BESITZ EINES EINZIGEN STÜCKES SILBER.

Als ich das zehnte Lebensjahr erreichte, verließ uns die Seele meiner Mutter und zwei Jahre später folgte mein Vater ihr. Ich, der einzige Nachkomme, war allein. Aber, es gab Freunde, die sich für eine Zeit kümmerten. Das heißt, sie gaben mir ein Heim unter ihrem Dach – einen Vorteil, den ich für den Zeitraum von 5 Monaten annahm. Vom Besitz meines Vaters kam nichts zu mir, aber, mit dem Wissen, das mit höherem Alter kommt, wurde mir gewahr, dass sein Freund, unter dessen Dach ich eine Weile lebte, ihn betrogen hat und somit mich.

Über die Zeit vom Alter zwischen 12 ½ Jahren und bis ich 23 Jahre alt war, werde ich nichts berichten, weil es für die Lektionen nicht von Belang ist.

Aber einige Zeit danach, im Besitz von sechzehn Guinies, Zehn, welche ich durch die Furcht meiner Arbeit zusammengetragen hatte, nahm ich ein Schiff nach Boston, wo ich begann als Fassbinder zu arbeiten, danach als Schiffszimmermann, aber nur nachdem die Schiffe angelegt hatten, weil es mir nicht nach der See verlangte.

Das Schicksal wird manchmal einem potentiellen Opfer zulächeln, nur aus purer Perversion. Das war eine meiner Erfahrungen. Ich wurde wohlhabender und mit 27 Jahren besaß ich den Yard, für den ich vor vier Jahren noch gearbeitet hatte. Das Glück aber, ist ein Gut, dass gezwungen werden muss, es wird einen nicht verwöhnen.

Und hier beginnt die zweite Lektion:

DAS GLÜCK IST IMMER TRÜGERISCH UND KANN NUR ZURÜCKEROBERT WERDEN MIT ZWANG.GEHE ZÄRTLICH MIT IHM UM UND ES WIRD DICH VERLASSEN.

Zu dieser Zeit, stattete mir das Schicksal (welches Vorbote eines gebrochenen Geistes und verlorener Entschlusskraft ist) einen Besuch ab. Ein Feuer zerstörte mein Yard und ließ mich mit nichts als Schulden, die ich nicht andienen konnte, in einem Haufen schwarzer Trümmer zurück. Ich redete mit meinen Bekannten, suchte nach Hilfe für einen neuen Anfang, aber das Feuer schien mir nicht nur meinen Möglichkeiten, sondern auch Sympathien verschlungen zu haben. So geschah es in einer kurzen Zeit, dass ich nicht nur alles verloren hatte, sondern ich auch hoffnungslos bei anderen verschuldet war. Und dafür warf man mich ins Gefängnis. Eventuell hätte ich mich von allen Schlägen erholen können, aber dieser letzte zerbrach meinen Willen und machte mich äußerst mutlos.

Nach mehr als einem Jahr wurde ich entlassen, aber ich war nicht derselbe hoffnungslose, motivierte Mann, in Harmonie mit sich und mit Vertrauen für die Welt und deren Menschen. Das Leben hat viele Scheidewege und mit Abstand, führen die meisten abwärts. Einige sehr abrupt, andere nur etwas abschüssig, aber letztendlich wie auch immer der Winkel sein mag, führen alle zu demselben Ziel: Misserfolg.

Und hier beginnt die dritte Lektion:

MISSERFOLG EXISTIERT NUR IM GRAB. DER MENSCH, SOLANGE ER LEBENDIG IST, HAT NOCH NICHT VERSAGT. ZU JEDER ZEIT MÖGE ER UMKEHREN UND DEN WEG, DEN ER HINABSTIEG, WIEDER AUFSTEIGEN UND ER MAG AUCH EINEN GEHEN, DER WENIGER STEIL IST (ABER LÄNGER) UND BESSER GEEIGNET FÜR SEINEN ZUSTAND.

Als ich aus dem Gefängnis kam, war ich mittellos. In all der Welt besaß ich nichts, außer die erbärmlichen Fetzen, die mich bedeckten und einen Spazierstock, den man mir gestattete zu behalten, weil er wertlos war. Da ich immer noch ein erfahrener Arbeiter war, fand ich schnell Arbeit zu einem guten Lohn. Aber, da ich gegessen hatte von der Frucht des weltlichen Vorteils, übermannte mich eine tiefe Unzufriedenheit. Ich wurde mürrisch und launisch. Um mich bei Laune zu halten und um die Verluste zu vergessen, die ich erlitten hatte, ging ich abends in die Taverne. Nicht, dass ich zu viel Schnaps trank, außer bei Gelegenheiten, sondern um zu lachen und zu singen mit meinen Tu-nicht-guten Freunden.

Und hier beginnt die vierte Lektion:

SUCHE DIR FREUNDE UNTER DEN REDLICHEN WEIL DIE, DIE FAUL SIND DIR DEINE ENERGIEN RAUBEN WERDEN.

Zu dieser Zeit war es mir eine Freude, auf eine kleine Provokation hin von meinen Verlusten zu berichten und schlecht über die zu reden, die mir vermeintlich Schlechtes angetan haben und mir nicht halfen. Aber ich fand auch kindische Freude darin, meinen Arbeitgeber zu bestehlen, jeden Tag ein paar Momente für die er mich bezahlte. Solches tun ist weniger ehrlich als direkter Diebstahl. Diese Angewohnheit blieb mir treu und wuchs bis ich mich eines Tages nicht nur ohne Arbeit, sondern auch ohne Charakter wieder fand, was bedeutet, dass ich nicht darauf hoffen konnte irgendwo in Boston Arbeit zu finden.

Es war zu dieser Zeit, als ich mich selbst als Versager sah. Ich kann meine Situation zu dieser Zeit durch nichts anderes besser beschreiben, als durch das Bild eines Mannes, der beim Abstieg eines steilen Berges den Halt verloren hat. Je weiter er rutscht, desto schneller wird er. Ich habe gehört, dass dieser Zustand mit dem Wort Ishmaelite beschrieben wird, was, wie ich es verstanden habe, einen Mensch beschreibt, dessen Hand sich gegen jeden erhebt und der denkt, dass alle Menschen gegen ihn sind.

Und hier beginnt die fünfte Lektion:

DER ISHMAELITE UND DER LEPRAKRANKE SIND GLEICH, WEIL DER MENSCH IHREN ANBLICK VERABSCHEUT, ABER, BEIDE SIND SEHR VERSCHIEDEN, DA DER ERSTERE SICH WIEDER ZU VOLLER GESUNDHEIT ERHOLEN KANN. DER ERSTE IST DAS ERGEBNIS EINER VORSTELLUNG, DER LETZTERE ABER HAT GIFT IN SEINEM BLUT.

Ich werde nicht länger eingehen auf die Degeneration meiner Energien. Es soll reichen auszuführen, dass der Tag kam, an dem ich nichts mehr besaß, wofür ich mit hätte etwas zu essen kaufen oder ein Dach über dem Kopf hätte bezahlen können und ich selbst als vollkommen mittellos war. Manchmal mit etwas Sicherheit, wenn es mir möglich war ein paar Pence oder Mayhap oder Schilling zu verdienen. Kontinuierliches Einkommen konnte ich nicht sicherstellen und so wurde mein Körper ausgezehrt und mein Geist war nur noch ein Skelett.

Mein Zustand war sehr betrüblich. Nicht so sehr der körperliche, als viel mehr der im Geiste, der todeskrank war. In meiner Vorstellung sah ich mich selbst als von der ganzen Welt geächtet, in der Tat, ich war tief gesunken. Und hier beginnt die sechste und letzte Lektion, die es zu lernen gilt (aber sie kann nicht in einem Satz oder einem Absatz erzählt werden und so fahre ich fort meine Geschichte zu erzählen):

Ich erinnere mich, wie ich erwachte, denn es war in der Nacht, in der ich wahrlich erwachte. Mein Bett war ein Haufen Holzscheite hinter der Fassbinderei in der ich vor langer Zeit gearbeitet hatte. Mein Dach war ein kleiner Überhang unter dem ich mich gelegt hatte.

Die Nacht war kalt und ich war durchgefroren, obwohl ich paradoxerweise von Licht und Wärme geträumt hatte. Sie werden sagen, dass die Vision einen Effekt auf mich hatte, den ich mir nur einbilde. So mag es sein, um den Willen derer, die diesen Effekt verstehen und für sich selbst nutzen und für die ich dies schreibe. Es war dieser Traum der mich glauben, nein wissen ließ, dass zwei Herzen in mir schlagen und es war mein besseres Selbst, dass mir die Unterstützung gab, für die ich so lange in Schmerz gebettelt hatte.

Wichtig ist, dass es nicht der Traum war, der mich beeinflusste, sondern der Eindruck den der Traum bei mir hinterließ und dieser Eindruck war es, der meine Veränderung bewirkte. Nachdem ich eine Weile durch den Wind und Schnee gelaufen war, sah ich in ein Fenster und sah dieses andere Wesen. Er hatte rosige, gesunde Wangen, vor ihm im Kamin prasselte ein Feuer, seine Erscheinung spiegelte wieder, dass er sich der eigenen Kraft und Stärke voll bewusst war. Er war körperlich und mental muskulär. Ich klopfte zaghaft an die Tür und mit einem Wink bat er mich herein.

Er machte keinen unfreundlichen Eindruck, als er auf den Sessel am Feuer wies, aber er sagte kein Wort. Und als ich mich aufgewärmt hatte, verließ ich das Haus und begab mich wieder in den Schnee, belastet von der Scham, die der Unterschied zwischen uns beiden in mir hervorrief. Da erwachte ich. Und nun beginnt der seltsame Teil meiner Geschichte, denn, als ich erwachte, war ich nicht allein. Da war eine Gegenwart bei mir, eine Präsenz, unsichtbar für andere, wie ich später feststellen sollte, umso realer für mich.

Die Präsenz war wie, ja fast ein Teil von mir, und dennoch so anders. Die Augenbrauen, wie meine, aber dennoch irgendwie runder und voller. Die Augen klar, direkt, erfüllt mit Zuversicht, glühend vor Enthusiasmus und Motivation. Die Lippen, das Kinn, die ganze Erscheinung der Figur war dominant und bestimmend.

Er war ruhig, standfest und selbstsicher. Ich kauerte mich zusammen, Angst durchflutete meinen Körper und meinen Geist. Als die Präsenz aufstand und wegging, folgte ich ihr. Den ganzen Tag habe ich sie nicht aus den Augen gelassen, auch, wenn sie von Zeit zu Zeit hinter einer Tür verschwand, wo ich mich nie getraut hätte einzutreten. An solchen Plätzen wartete ich voller Beklommenheit und Angst bis sie wieder erschien, und wunderte mich die ganze Zeit über die Kühnheit dieser Präsenz, mir so ähnlich und dennoch so anders.

Es schien, als führte mich die Präsenz zu orten und Personen, denen ich lieber aus dem Weg gegangen wäre. Personen, mit denen ich einst Geschäfte gemacht hatte und Orte an denen ich einst arbeitete. Ich folgte ihr den ganzen Tag und am Abend sah ich sie in einem Hotel verschwinden, dass bekannt war für seine Gastfreundschaft und guten Lebensstil. Ich zog mich unter meinen Haufen Holzscheite zurück.

In dieser Nacht träumte ich nicht wieder von meinem besseren Selbst, denn so hatte ich es genannt, aber, als ich erwachte, war es wieder da mit diesen ruhigen Lächeln im Gesicht, dass man als Verachtung oder Abfälligkeit hätte deuten können. Der zweite Tag war nicht anders als der erste. Er ging wieder vor und ich folgte ihm, war aber gezwungen draußen zu warten, während er die Orte betrat, die zweifelsohne freundlicher gewesen sind, als die Straße.

Es ist die Angst, die eines Menschen Seele vom Körper trennt. Viele Male wollte ich ihn ansprechen, aber mein Hals war wie zugeschnürt. Dies geschah viele Tage, der eine folgt dem anderen bis ich aufhörte sie zu zählen, aber ich bemerkte, dass die konstante Nähe zu der Präsenz einen Effekt auf mich hatte. Und eine Nacht, als ich zwischen den Holzscheiten erwachte, begann ich zu reden, wenn auch mit leiser und schüchterner Stimme:

„Wer bist Du?“ fragte ich und erschrak beim Klang meiner eigenen Stimme. Die Frage schien meinen Begleiter zu erfreuen und es schien weniger Hohn in seinem Lächeln zu sein, als er antwortete. „Ich bin, was Du bist“, antwortete er. “Ich bin der, der Du gewesen bist. Ich bin der, der Du wieder sein könntest. Worauf wartest Du? Ich bin der, der Du warst und den Du verstoßen hast. Ich bin der Mensch, geformt nach dem Abbild Gottes, der einst Deinen Körper besaß. Einst habe haben wir ihn gemeinsam bewohnt, nicht in Harmonie, weil das nie sein kann, aber als gemeinsame Nachbarn, die ihn niemals ganz besessen haben.

Damals warst Du ein kleines Etwas. Aber du wurdest gierig und so unerträglich, dass ich nicht länger mit Dir sein konnte und deshalb verließ ich Dich. Es gibt einen positiven und einen negativen Teil in jedem Menschen, der geboren wird. Welcher von beiden auch immer besser gepflegt wird, bekommt die Oberhand. Dann ist die andere Seite genötigt aus dem Weg zu gehen, kurzzeitig oder für immer.

Ich bin der positive Teil Deiner selbst, Du der negative. Ich besitze alle Dinge, Du nichts. Dieser Körper, den wir beide bewohnten, ist mein, aber ist unrein und ich werde ihn so nicht wieder in Besitz nehmen. Säubere ihn und ich werde es tun.“ „Warum verfolgst Du mich?“ war meine nächste Frage. “Du folgst mir, nicht ich Dir. Du kannst ohne mich für eine Weile existieren, aber der Weg führt unweigerlich abwärts und endet mit dem Tod. Nun, da sich dein Ende nährt, denkst Du darüber nach, ob es nicht klug wäre, meinen Körper zu reinigen und mich einzuladen. Tritt beiseite, aus dem Geist und aus dem Willen, reinige sie von Deiner Existenz nur unter dieser Bedingung werde ich wieder eintreten.“

„Der Geist hat seine Stärke verloren, der Wille ist ein schwaches Ding“, sagte ich kleinlaut.“ Kannst Du sie reparieren?“ „Hör zu“, sagt die Präsenz und beugte sich über mich, während ich mich weiter zusammen kauerte. “Für den positiven Teil eines Menschen ist alles machbar. Die Welt gehört ihm, sie ist sein Eigentum. Er hat keine Angst, fürchtet nichts, lässt sich durch nichts aufhalten. Er dominiert, er kann nicht abgewiesen werden. Er fragt nicht nach Privilegien, er verlangt sie. Seine Fragen sind Anordnungen, Widerstand flieht, wenn er erscheint. Er trägt Berge ab und ebnet Täler ein, sodass er sich immer auf einer geraden Ebene bewegt, wo man kein Stolpern kennt.“

Danach schlief ich wieder ein. Als ich erwachte, schien ich in einer anderen Welt zu sein. Die Sonne schien und zum ersten Mal seit langer Zeit nahm ich wahr, dass Vögel zwitscherten. Mein Körper, gestern noch ausgelaugt und ärmlich, war angefüllt von Tatendrang und Energie. Ich blicke auf den Holzscheite, der so lange mein Nachtlager gewesen war und ich habe mich gefragt, ob ich die letzte Nacht wirklich unter diesem Haufen verbracht habe.

Ich erinnerte mich an die Geschehnisse der letzten Nacht und begann nach der Präsenz Ausschau zu halten. Ich konnte sie nicht erblicken, aber in einer Ecke neben den Holzscheiten an der Wand erkannte ich eine zusammengefallene Gestalt, leer und mutlos, ohne Kraft und Willen. Sie zitterte, als ich auf mich zuging, ich lachte nur laut und mitleidlos. In diesem Augenblick verstand ich, dass es der negative Teil meines Selbst war, der mich so lange beherrscht hatte. Ich begriff, dass ich nun angefüllt war von dem positiven Teil.

Ich wollte nur weg, ich hatte keine Zeit zum Philosophieren. Es gab zu viel zu tun. Viel zu viel. Seltsam, dass ich vorher nie daran gedacht hatte. Aber gestern war vergangen. Heute war mein Tag und er hatte gerade erst begonnen. Wie es früher meine Gewohnheit war, ging ich zu der Taverne, in der ich früher aß. Ich nickte freundlich, als ich eintrat und lächelte, als ich erkannte, dass man meinen Gruß freundlich erwiderte.

Männer, die mich monatelang ignoriert hatten, zogen den Hut vor mir, während ich durch die Taverne ging. Ich ging in den Waschraum und von dort an den Frühstückstisch. Danach, als ich mich anschickte, die Taverne wieder zu verlassen, hielt ich kurz inne und sagte zu dem Besitzer der Taverne: “Ich nehme den selben Raum, indem ich früher wohnte, falls er verfügbar ist. Falls nicht, wird es ein anderer tun, bis er wieder frei ist.“

Dann verließ ich die Taverne und hastete zu der Fassbinderei. Im Hof stand ein großer Fuhr wagen und einige Männer beluden ihn mit Fässern zur Verschiffung. Ich stellte keine Fragen und nahm wortlos ein Fass und hob es zu dem Arbeiter, der auf dem Fuhrwerk die Fässer stapelte. Ein Fass nach dem anderen. Nachdem das erledigt war, ging ich in den Laden.

In der Ecke stand eine freie Werkbank. Ich bemerkte, dass sie voll mit Kram lag und wohl nicht benutzt wurde. Ich legte meinen Mantel ab, es war eine der Werkbänke, an der ich schon gearbeitet hatte. Ich säuberte die Werkbank, nahm Platz und begann Fassbretter zu machen. Ungefähr eine Stunde später kam der Vorarbeiter in den Laden. Als er mich sah, blieb er vor Überraschung wie angewurzelt stehen. Neben mir lag bereits ein guter Stapel feinster Fassbretter, denn zu dieser Zeit war ich ein fähiger Arbeiter. Ich beantwortete seine unausgesprochene Frage: “Ich bin wieder da, Sir“. Er nickte, ging nach hinten und blickte die anderen Arbeiter fragend an.

Hie endet die sechste und letzte Lektion, obwohl noch einiges zu sagen wäre, denn von diesem Moment an war ich ERFOLGREICH. Es dauerte nicht lange und ich nannte eine kleine Schiffswerft mein eigen und konnte alle weltlichen Vergnügen genießen, nach denen mir der Sinn stand. Ich bitte den Leser dieser Zeilen inständig, verinnerlichen Sie sich die folgenden Gedanken, denn sie sind die Grundlage eines jeden .

WAS IMMER SIE SICH ERSEHNEN, ES GEHÖRT IHNEN. SIE MÜSSEN NICHTS TUN, AUSSER SICH ZU STRECKEN UND DANACH ZU GREIFEN.

Verstehen Sie, dass das Bewusstsein der dominanten Kraft in Ihnen im Besitz aller Dinge ist, die man erreichen kann. Haben Sie keine Angst, egal welcher Art, denn Angst ist das Tor zur negativen Hälfte. Hören Sie am Tag und in der Nacht auf den positiven Teil, wenn Sie einem Rat folgen, ist alles möglich. Gehen Sie und tun Sie, was in Ihnen ist. Beachten Sie keine Gesten, die Sie behindern könnte. Fragen Sie niemanden nach der Erlaubnis etwas leisten zu dürfen.
Denn der negative Teil erbittet Gefallen, der positive Teil gewährt sie. Das Glück liegt zu Ihren Füssen, mit jedem Schritt, den Sie machen. Erkennen Sie es, fokussieren Sie es, nehmen Sie es, denn es gehört Ihnen.

Strecken Sie sich und greifen Sie das PLUS, dass Sie vielleicht nie genutzt haben, um es für Notfälle aufzusparen. TUN Sie es JETZT, denn das Leben ist ein Notfall bis zum Grab. Der positive Teil ist jetzt bei Ihnen, reinigen Sie Ihre Seele, stärken Sie Ihren Willen, er wird Besitz ergreifen, er wird Sie lenken. Beginnen Sie jetzt diese wundervolle Reise. Seien Sie immer wachsam, welcher Teil Sie auch immer gerade regiert, der andere ist da und wartet nur darauf, das Steuer zu übernehmen. Lassen Sie nicht zu, dass negative Gedanken Ihren Kopf betreten, für keinen einzigen Moment.

Meine Aufgabe ist getan. Ich habe das Rezept für grenzenlosen ERFOLG aufgeschrieben. Wer Ihm folgt, kann nicht versagen. Sie tragen alles in sich, was notwendig ist. Sie sind unabhängig von äußeren Einflüssen. Niemand kann Ihnen nehmen, was schon Ihnen gehört. Die Herausforderung, dieses Wissen nun auch zu nutzen, hinterlasse ich den nachfolgenden Generationen in der Hoffnung, dass diese Zeilen ein Schicksal zum Besseren wenden können, weil Sie erkennen, dass Sie alles in sich tragen, was es braucht.

(unbekannter Autor)
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